Zum Inhalt springen

Listenhunde: Regeln und Steuer in allen Bundesländern

Recherchiert und geprüft von der Redaktion Hundesteueratlas (Maik Möhring Media) · So arbeiten wir · Fehler melden

Kurze Antwort

Listenhunde sind Hunde bestimmter Rassen, die ein Bundesland in seinem Hundegesetz als gefährlich einstuft. Die Listen unterscheiden sich von Land zu Land, einige Länder haben gar keine Rasseliste. Die Übersicht unten zeigt je Land den Stand, den wir am Gesetzestext geprüft haben.

Rasselisten der Länder
LandRasselisteGenannte Rassen
Baden-WürttembergjaAmerican Staffordshire Terrier, Bullterrier, Pit Bull Terrier, deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden, Bullmastiff, Staffordshire Bullterrier, Dogo Argentino, Bordeaux Dogge, Fila Brasileiro, Mastin Espanol, Mastino Napoletano, Mastiff und Tosa Inu
BayernjaPit-Bull, Bandog, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Tosa-Inu, deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden, Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Bullterrier, Cane Corso, Dog Argentino, Dogue de Bordeaux, Fila Brasileiro, Mastiff, Mastin Espanol, Mastino Napoletano, Perro de Presa Canario (Dogo Canario), Perro de Presa Mallorquin, Rottweiler und Kreuzungen dieser Rassen
BerlinjaPitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Bullterrier und Kreuzungen dieser Rassen untereinander oder mit anderen Hunden
Brandenburgnein–
BremenjaPit-Bull-Terrier, Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und deren Kreuzungen
Hamburgja(American) Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier, Mischlinge mit diesen Rassen, Bullmastiff, Dogo Argentino, Dogue de Bordeaux, Fila Brasileiro, Kangal, Kaukasischer Owtscharka, Mastiff, Mastin Español, Mastino Napoletano, Rottweiler, Tosa Inu und entsprechende Mischlinge
HessenjaPitbull-Terrier oder American Pitbull Terrier, American Staffordshire-Terrier oder Staffordshire Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier, American Bulldog, Dogo Argentino, Kangal (Karabash), Kaukasischer Owtscharka, Rottweiler und deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden
Mecklenburg-Vorpommernnein–
Niedersachsennein–
Nordrhein-WestfalenjaPittbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier, deren Kreuzungen untereinander und mit anderen Hunden, Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler und Tosa Inu
Rheinland-PfalzjaPit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Hunde, die von diesen Rassen abstammen
Saarlandnein–
SachsenjaAmerican Staffordshire Terrier, Bullterrier, Pitbull Terrier und deren Kreuzungen untereinander
Sachsen-AnhaltjaPitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier und deren Kreuzungen untereinander und mit anderen Hunden
Schleswig-Holsteinnein–
Thüringennein–

Steuer für Listenhunde in den ausgewerteten Städten

Sätze pro Jahr, absteigend
StadtListenhundNormaler Hund
Nürnberg1.056 €132 €
Wuppertal1.000 €160 €
Essen852 €156 €
Oberhausen850 €168 €
Stuttgart816 €144 €
München800 €100 €
Hannover720 €150 €
Lübeck684 €156 €
Hamburg600 €90 €
Düsseldorf600 €96 €
Dortmund468 €156 €
Köln174 €174 €
Leipzig150 €150 €
Berlin120 €120 €

Die 5 häufigsten Fragen zu Listenhunden

Welche Hunde sind Listenhunde?

Listenhunde sind Hunde bestimmter Rassen, die ein Bundesland in seinem Hundegesetz als gefährlich einstuft. Die Listen unterscheiden sich von Land zu Land, einige Länder haben gar keine Rasseliste. Die Übersicht unten zeigt je Land den Stand, den wir am Gesetzestext geprüft haben.

Ist der American Bully ein Listenhund?

In keiner der ausgewerteten Landeslisten wird den American Bully ausdrücklich genannt. Keine Rasseliste haben: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen. Unabhängig davon kann jeder Hund im Einzelfall als gefährlich eingestuft werden.

Was kostet ein Listenhund an Steuern?

In den 14 ausgewerteten Städten liegt der Satz für einen Listenhund zwischen 120 € und 1.056 € im Jahr. Einige Städte verlangen keinen Aufschlag.

Wann gilt ein Hund als gefährlich?

Entweder wegen seiner Rasse, wenn das Land eine Rasseliste führt, oder im Einzelfall, wenn die Behörde ihn nach einem Vorfall als gefährlich einstuft. Im zweiten Fall gilt das auch für Mischlinge und Rassen, die auf keiner Liste stehen.

Darf ein Listenhund ohne Leine laufen?

Das regelt das Hundegesetz des Bundeslands. In 9 der 16 ausgewerteten Länder sieht die Regel für gefährliche Hunde eine Leinen- oder Maulkorbpflicht vor, oft mit Befreiung nach bestandenem Wesenstest. Die Länderseiten nennen die genaue Regel.