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Zweitwohnungsteuer

Recherchiert und geprüft von der Redaktion Hundesteueratlas (Maik Möhring Media) · zuletzt geprüft am · So arbeiten wir · Fehler melden

Kurz erklärt

Die Zweitwohnungsteuer ist eine örtliche Aufwandsteuer auf das Innehaben einer weiteren Wohnung neben der Hauptwohnung. Sie wird meist als Prozentsatz der Nettokaltmiete berechnet und per Satzung erhoben.

Was ist die Zweitwohnungsteuer?

Wie die Hundesteuer ist die Zweitwohnungsteuer eine örtliche Aufwandsteuer im Sinne von Art. 105 Abs. 2a Grundgesetz. Besteuert wird der Aufwand für eine Wohnung, die du neben deiner Hauptwohnung für deinen persönlichen Lebensbedarf innehast. Die Gemeinde regelt die Einzelheiten in ihrer Zweitwohnungsteuersatzung. Nicht jede Gemeinde erhebt sie.

Maßgeblich ist in der Regel, wo du mit Nebenwohnung gemeldet bist oder eine Wohnung tatsächlich zur Verfügung hast. Die Steuerpflicht hängt damit eng mit dem Melderecht zusammen. Wer eine Nebenwohnung anmeldet, erhält deshalb oft automatisch Post von der Steuerstelle. Vermieter und Verwalter müssen der Gemeinde nach vielen Satzungen auf Anfrage Auskunft geben.

Wie wird die Steuer berechnet?

Üblich ist ein Prozentsatz der jährlichen Nettokaltmiete. Bei selbst genutztem Eigentum oder ungewöhnlich niedriger Miete setzen viele Satzungen die ortsübliche Miete an. Den Prozentsatz legt jede Gemeinde selbst fest. Das Bundesverfassungsgericht hat 2019 Satzungen beanstandet, die auf veralteten Einheitswerten beruhten oder einen degressiven Tarif vorsahen, bei dem teurere Wohnungen relativ weniger zahlen.

  • Bemessungsgrundlage meist Nettokaltmiete oder ortsübliche Miete
  • Steuersatz in Prozent, von der Gemeinde festgelegt
  • Jahressteuer, Beginn und Ende nach Satzung
  • Anzeigepflichten bei Beginn, Änderung und Aufgabe der Wohnung

Wer ist befreit?

Befreiungen regelt die Satzung. Verbreitet ist eine Ausnahme für Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner, die aus beruflichen Gründen eine Zweitwohnung halten, während die gemeinsame Hauptwohnung woanders liegt. Die Stadt Freiburg nennt diese Ausnahme ausdrücklich, unverheiratete Paare sind dort dagegen steuerpflichtig. Studierende und Auszubildende sind in vielen Gemeinden steuerpflichtig, manche Satzungen sehen aber Ausnahmen vor. Ein gelegentlich genutztes Kinderzimmer bei den Eltern ist nach der Freiburger Satzung keine Zweitwohnung. Wie das bei dir ist, zeigt die Satzung deiner Gemeinde.

Quellen

Die 5 häufigsten Fragen: Zweitwohnungsteuer

Wer muss Zweitwohnungsteuer zahlen?

Wer in einer Gemeinde mit Zweitwohnungsteuer neben seiner Hauptwohnung eine weitere Wohnung für den persönlichen Bedarf hat. Das betrifft oft Pendler, Studierende und Eigentümer von Ferienwohnungen. Die Einzelheiten stehen in der Satzung der Gemeinde.

Wie hoch ist die Zweitwohnungsteuer?

Meist ein Prozentsatz der jährlichen Nettokaltmiete, den jede Gemeinde selbst festlegt. Bei Eigentum wird oft die ortsübliche Miete angesetzt. Den Satz findest du in der Satzung deiner Gemeinde.

Müssen Studenten Zweitwohnungsteuer zahlen?

In vielen Gemeinden ja, wenn sie am Studienort mit Nebenwohnung gemeldet sind. Manche Gemeinden sehen Ausnahmen vor. Wer den Studienort zur Hauptwohnung macht, zahlt dort keine Zweitwohnungsteuer.

Sind Ehepaare von der Zweitwohnungsteuer befreit?

Viele Satzungen befreien Verheiratete und eingetragene Lebenspartner, die beruflich eine Zweitwohnung brauchen, wenn die gemeinsame Hauptwohnung woanders liegt. Für unverheiratete Paare gilt das häufig nicht. Maßgeblich ist die jeweilige Satzung.

Kann ich die Zweitwohnungsteuer von der Steuer absetzen?

Bei einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung kann die Zweitwohnungsteuer zu den Unterkunftskosten gehören. Für dich gelten dabei die Regeln und Höchstbeträge des Einkommensteuerrechts. Kläre das im Einzelfall mit einer steuerlichen Beratung.

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