Zweithund
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Kurz erklärt
Zweithund ist der zweite steuerpflichtige Hund im selben Haushalt. Viele Gemeinden verlangen für ihn einen höheren Steuersatz als für den Ersthund, um die Zahl der Hunde zu begrenzen.
Warum kostet der Zweithund oft mehr?
Die Hundesteuer verfolgt neben den Einnahmen einen Lenkungszweck. Gemeinden wollen die Zahl der Hunde im Ort begrenzen. Ein höherer Satz für den zweiten und jeden weiteren Hund ist dafür das übliche Mittel. Die Rechtsprechung hält diese Staffelung grundsätzlich für zulässig, solange die Steuer die Hundehaltung nicht praktisch unmöglich macht.
Ob und wie stark der Satz steigt, entscheidet jede Gemeinde selbst. Manche verlangen für jeden weiteren Hund denselben Satz, andere staffeln weiter nach drittem und viertem Hund. Es gibt auch Gemeinden, die alle Hunde gleich besteuern.
Wann ist ein Hund ein Zweithund?
Maßgeblich ist meist der Haushalt. Viele Satzungen bestimmen, dass alle Hunde eines Haushalts als gemeinsam gehalten gelten. Hält dein Partner oder deine Mitbewohnerin einen eigenen Hund in derselben Wohnung, zählt dieser Hund deshalb häufig als Zweithund.
Auch Pflegehunde oder Hunde von Angehörigen können steuerlich relevant werden, wenn sie länger im Haushalt leben. Wie lange ein Aufenthalt dauern darf, ohne dass eine Steuerpflicht entsteht, regelt die Satzung.
- Haushalt statt Person als Bezugsgröße
- Reihenfolge nach Beginn der Haltung
- Befreite Hunde werden je nach Satzung mitgezählt oder nicht
- Für Zuchtzwinger gelten oft eigene Sätze
Kann ich die Zweithundsteuer vermeiden?
Die Steuer folgt der tatsächlichen Haltung. Ein Hund, der dauerhaft bei dir lebt, wird nicht dadurch zum Ersthund eines anderen Haushalts, dass er auf eine andere Person angemeldet ist. Falsche Angaben können als Ordnungswidrigkeit oder sogar strafrechtlich verfolgt werden.
Zulässig sind nur Vergünstigungen, die die Satzung vorsieht, etwa für Hunde aus dem Tierheim, für Rettungshunde oder für Zuchtzwinger. Prüfe vor der Anschaffung eines zweiten Hundes, ob eine solche Regel bei dir greift.
Quellen
- Hundesteuersatzung der Gemeinde Hügelsheim (Baden-Württemberg), gültig ab 01.01.2026 (Stand Oktober 2026)
- Stadt Nürnberg, Dienstleistung Hundesteuer (Stand Oktober 2026)
- BVerwG, Urteil vom 15.10.2014, 9 C 8.13 (Pressemitteilung 60/2014) (Stand Oktober 2026)
Die 5 häufigsten Fragen: Zweithund
Warum ist die Hundesteuer für den Zweithund höher?
Die Hundesteuer soll auch die Zahl der Hunde in der Gemeinde begrenzen. Ein höherer Satz für weitere Hunde ist dafür das übliche Mittel. Gerichte halten das grundsätzlich für zulässig.
Gilt der Hund meines Partners als Zweithund?
Wenn ihr in einem gemeinsamen Haushalt lebt, häufig ja. Viele Satzungen behandeln alle Hunde eines Haushalts als gemeinsam gehalten. Dann wird der zweite Hund mit dem Zweithundsatz besteuert.
Kann ich den Zweithund auf jemand anderen anmelden?
Nur, wenn der Hund tatsächlich bei dieser Person in einem anderen Haushalt lebt. Maßgeblich ist die tatsächliche Haltung, nicht der Name auf der Anmeldung. Falsche Angaben können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.
Gibt es Ermäßigungen für einen Zweithund aus dem Tierheim?
Manche Gemeinden gewähren für Hunde aus dem Tierheim eine befristete Befreiung oder Ermäßigung. Das gilt nicht überall und oft nur für Tierheime in der Region. Ob deine Gemeinde so eine Regel hat, steht in der Satzung.
Was kostet ein Zweithund in meiner Stadt?
Die Sätze unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde. Auf deiner Gemeindeseite in diesem Atlas siehst du den Satz für den Zweithund, sofern die Satzung einen eigenen vorsieht. Im Rechner kannst du die Gesamtsumme ermitteln.