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Ermäßigung der Hundesteuer

Recherchiert und geprüft von der Redaktion Hundesteueratlas (Maik Möhring Media) · zuletzt geprüft am · So arbeiten wir · Fehler melden

Kurz erklärt

Eine Ermäßigung senkt die Hundesteuer für einen Hund, ohne sie ganz zu erlassen. Ob und für wen es Ermäßigungen gibt, entscheidet jede Gemeinde in ihrer Satzung. Du musst sie in der Regel beantragen.

Welche Ermäßigungen gibt es?

Ermäßigungen sind freiwillige Regeln der Gemeinde. Es gibt keinen bundesweiten Anspruch darauf. Viele Satzungen orientieren sich an Mustersatzungen und enthalten deshalb ähnliche Tatbestände, aber Voraussetzungen und Umfang unterscheiden sich. Häufig vorkommende Gruppen sind:

  • Hunde aus einem Tierheim, oft befristet
  • Halter mit geringem Einkommen oder Bezug bestimmter Sozialleistungen
  • Hunde, die zur Bewachung abgelegener Gebäude erforderlich sind
  • Jagdgebrauchshunde mit Brauchbarkeitsnachweis
  • Zuchtzwinger anerkannter Züchter, meist als eigener Zwingersatz
  • Halter mit bestandenem Hundeführerschein, in einzelnen Gemeinden

Wie beantragst du eine Ermäßigung?

Den Antrag stellst du bei der Stelle, die für die Hundesteuer zuständig ist. In der Regel ist das die Gemeinde, in Berlin das Finanzamt. Lege die Nachweise bei, die die Satzung verlangt, etwa einen Übernahmevertrag mit dem Tierheim oder einen Leistungsbescheid. Viele Satzungen gewähren die Vergünstigung erst ab dem Antrag oder ab dem Folgemonat und nicht rückwirkend. Stelle den Antrag deshalb früh, am besten zusammen mit der Anmeldung.

Eine Ermäßigung entbindet dich nicht von der Anmeldepflicht. Die Stadt Nürnberg weist zum Beispiel ausdrücklich darauf hin.

Wann entfällt eine Ermäßigung?

Ermäßigungen gelten nur, solange ihre Voraussetzungen vorliegen. Endet der Leistungsbezug oder läuft eine Befristung aus, musst du das je nach Satzung anzeigen. Für gefährliche Hunde schließen manche Satzungen Ermäßigungen ganz aus. Die Hundesteuersatzung der Gemeinde Hügelsheim tut das und versagt Vergünstigungen außerdem, wenn ein Hund für den angegebenen Zweck ungeeignet ist oder geforderte Nachweise nicht rechtzeitig vorliegen. Bewahre Bescheide und Nachweise deshalb gut auf, damit du sie bei einer Prüfung schnell vorlegen kannst. Die Gemeindeseiten in diesem Atlas zeigen, welche Ermäßigungen dort vorgesehen sind.

Quellen

Die 5 häufigsten Fragen: Ermäßigung der Hundesteuer

Wer bekommt eine Ermäßigung bei der Hundesteuer?

Das legt jede Gemeinde in ihrer Satzung fest. Häufig sind Ermäßigungen für Tierheimhunde, für Menschen mit geringem Einkommen oder für Jagd- und Wachhunde vorgesehen. Einen allgemeinen Anspruch gibt es nicht.

Bekomme ich als Bürgergeld-Empfänger weniger Hundesteuer?

Das hängt von deiner Gemeinde ab. Manche Satzungen sehen für Bezieher von Bürgergeld oder Grundsicherung eine Ermäßigung oder Befreiung vor, Berlin zum Beispiel eine Befreiung. Viele Gemeinden kennen keine solche Regel.

Gibt es eine Ermäßigung für Hunde aus dem Tierheim?

In manchen Gemeinden ja, meist befristet und auf Antrag. Manche Gemeinden begrenzen das auf bestimmte Tierheime. Berlin befreit Hunde aus dem Tierheim befristet; die genaue Dauer nennt die Berliner Service-Seite.

Gilt eine Ermäßigung rückwirkend?

Meist nicht. Viele Satzungen gewähren Vergünstigungen erst ab dem Antrag oder ab dem Folgemonat. Stelle den Antrag deshalb möglichst zusammen mit der Anmeldung.

Bekommen Rentner eine Ermäßigung bei der Hundesteuer?

Allein das Rentenalter reicht in der Regel nicht. Manche Gemeinden ermäßigen oder erlassen die Steuer aber bei geringem Einkommen oder bei Bezug von Grundsicherung im Alter. Wie das bei dir aussieht, zeigt die Satzung.

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