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Kennzeichnungspflicht (Chip)

Recherchiert und geprüft von der Redaktion Hundesteueratlas (Maik Möhring Media) · zuletzt geprüft am · So arbeiten wir · Fehler melden

Kurz erklärt

Die Kennzeichnungspflicht verlangt, dass dein Hund mit einem Mikrochip unter der Haut eindeutig identifizierbar ist. Ob sie für alle Hunde gilt, regelt jedes Land selbst. Für Reisen in der EU ist der Chip Pflicht.

Was bedeutet Kennzeichnung beim Hund?

Gemeint ist ein Transponder, oft Mikrochip genannt. Ein Tierarzt setzt ihn unter die Haut, meist an der linken Halsseite. Der Chip speichert eine 15-stellige Nummer, die ein Lesegerät auslesen kann. So lässt sich ein entlaufener oder gestohlener Hund seinem Halter zuordnen, wenn die Nummer in einem Register hinterlegt ist.

Die Steuermarke ist etwas anderes. Sie zeigt nur, dass der Hund bei der Gemeinde angemeldet ist, und ersetzt den Chip nicht.

Wo ist der Chip Pflicht?

Eine allgemeine Pflicht für die Haltung im Inland gibt es nur nach Landesrecht. Die Regeln unterscheiden sich:

  • Niedersachsen: Pflicht für jeden Hund ab sechs Monaten, Transponder nach ISO 11784 und 11785, Tätowierung reicht nicht
  • Hamburg: Pflicht für alle Hunde
  • Nordrhein-Westfalen: Pflicht für gefährliche Hunde, Hunde bestimmter Rassen und große Hunde
  • Berlin: fälschungssichere Kennzeichnung ab dem dritten Lebensmonat, unter anderem Voraussetzung für die Leinenbefreiung
  • Reisen in der EU: Transponder nach Verordnung (EU) Nr. 576/2013 Voraussetzung für den Heimtierausweis

Reicht der Chip allein?

Nein. Ein Chip nützt nur, wenn die Nummer mit deinen Kontaktdaten verknüpft ist. In manchen Ländern gibt es dafür ein amtliches Hunderegister, etwa in Niedersachsen und Hamburg. Unabhängig davon kannst du den Hund kostenlos bei privaten Haustierregistern wie TASSO oder FINDEFIX eintragen. Melde Umzüge und Halterwechsel dort, sonst laufen die Daten ins Leere.

Für die Hundesteuer ist der Chip keine Voraussetzung. Manche Gemeinden fragen die Chipnummer bei der Anmeldung trotzdem ab. Lass den Sitz des Chips bei jedem Tierarztbesuch kurz prüfen. Chips können in seltenen Fällen wandern oder ausfallen, und du merkst das sonst erst, wenn es zu spät ist.

Quellen

Die 5 häufigsten Fragen: Kennzeichnungspflicht (Chip)

Muss mein Hund gechippt sein?

Das hängt von deinem Bundesland ab. In Niedersachsen und Hamburg ist der Chip für alle Hunde Pflicht, in Nordrhein-Westfalen für bestimmte Hunde. Für Reisen in andere EU-Länder brauchst du den Chip in jedem Fall.

Was kostet es, einen Hund chippen zu lassen?

Die Kosten richten sich nach der Gebührenordnung für Tierärzte und dem Aufwand in der Praxis. Feste bundesweite Preise gibt es nicht. Frag bei deiner Tierarztpraxis nach.

Ab welchem Alter muss ein Hund gechippt werden?

Das legt das Landesrecht fest. In Niedersachsen gilt die Pflicht ab sechs Monaten, in Berlin ab dem dritten Lebensmonat. Viele Züchter lassen Welpen schon vor der Abgabe chippen.

Ersetzt der Chip die Hundesteuermarke?

Nein. Der Chip dient der Identifizierung, die Steuermarke dem Nachweis der Anmeldung bei der Gemeinde. Wo beides vorgeschrieben ist, brauchst du beides.

Muss ich den Chip registrieren lassen?

In Ländern mit amtlichem Register, etwa Niedersachsen und Hamburg, musst du den Hund dort anmelden. Unabhängig davon ist eine Eintragung bei einem privaten Haustierregister sinnvoll. Nur dann kann ein Finder dich über die Chipnummer erreichen.

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